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Die Filme der Förderpreisträger-Projekte „Ungehindert engagiert“, „Tauchen für den Naturschutz“ und „Trave-Kids auf Flusssafari“ sind fertig! |Zur Meldung >>

Deutscher Naturschutzpreis 2013 verliehen

Förderpreise gehen an Projekte aus Berlin, Brandenburg und Schleswig-Holstein. Auenexperte Prof. Emil Dister erhält den Ehrenpreis. Online-Abstimmung kürt 20 Gewinner mit dem Bürgerpreis. |Zur Meldung >>

Bewerbungsphase 2013 beendet

Die Bewerbungsfrist für den Deutschen Naturschutzpreis ist beendet. Die Preisverleihung findet am 30. August 2013 in Bonn statt. |Zur Meldung >>

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Modell des Permakultur Bürgergartens

Förderpreis 2012 – Permakultur in Aktion – ein Bürgergarten entsteht

Permakultur-Bürgergarten in Berlin erhält den Deutschen Naturschutzpreis 2012. Einwohner von Berlin-Hellersdorf verwandeln eine Stadtbrache in einen ökologischen Nutzgarten.

Bonn/Berlin, 29. Oktober 2012: Mit dem Deutschen Naturschutzpreis 2012 ist heute in Bonn eine Initiative zum Aufbau eines gemeinschaftlich genutzten  Bürgergartens in Berlin-Hellersdorf ausgezeichnet worden. Das Projekt mit dem Titel „Permakultur in Aktion – ein Bürgergarten entsteht“ erhielt einen von drei Förderpreisen. Das von der Stiftung KIDS & CO g.e.V. getragene Vorhaben zielt darauf, eine versiegelte Brachfläche im Zentrum von Berlin-Hellersdorf unter Beteiligung der Anwohner in einen ökologischen Nutzgarten umzuwandeln. Die zwölfköpfige Jury unter dem Vorsitz der Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz, Prof. Dr. Beate Jessel, begründete die Wahl damit, dass das Projekt durch die Kombination von Naturbildung mit sozialer Integration einen hohen Kommunikationseffekt verspricht. Für die Umsetzung erhalten die Initiatoren ein Preisgeld von 54.000 Euro.

In diesem Jahr lautete das Motto des Deutschen Naturschutzpreis „Stadt braucht Natur“. Eingereichte Vorschläge sollten darauf ausgerichtet sein, das Bewusstsein der Menschen für die Natur in Siedlungsgebieten zu schärfen und sie für ein Naturschutzengagement zu motivieren. Unter 13 Finalisten ging das Berliner Konzept als eines der drei besten hervor.

Hellersdorf-Nord ist ein sozialer Brennpunkt am östlichen Stadtrand von Berlin. Mitten im Zentrum sind große, zum Teil versiegelte Brachflächen vorhanden. Eine davon soll jetzt – mit fachlicher Unterstützung – von Anwohnern und allen Interessierten gemeinsam in einen blühenden Nutzgarten umgewandelt werden. Das Projekt soll nicht nur das Bewusstsein für Natur in der Stadt vermitteln und die Attraktivität des Wohngebietes steigern. Der Garten dient auch als interkulturelle Kommunikationsplattform. Er fördert die Integration von Bürgern jeden Alters, Geschlechts, Bildungsstands und Herkunft.

Die Teilnehmer des Projektes werden auf einem 1000 Quadratmeter großen Gelände ökologisch wertvolle Hoch- und Hügelbeete anlegen, um gemeinsam Blumen, Stauden, Obstgehölze und Gemüse zu pflanzen, zu pflegen und zu ernten. Andere Gartenelemente wie Kompost und Kräuterspirale ergänzen das Projekt. Der Garten folgt dem Konzept der Permakultur, das auf dauerhaft funktionierende, nachhaltige und naturnahe Kreisläufe zielt. So entsteht ein hochwertiges Biotop mit hoher Biodiversität als grüner Anziehungspunkt im Bezirk.

 

Das Projekt setzt auf eine intensive Mitwirkung der Anwohner. Der Garten wird nahezu vollständig von Freiwilligen gemeinschaftlich geplant, angelegt und bewirtschaftet. Ihnen stehen zur fachlichen Anleitung ein Gärtner und zwei Biologinnen zur Seite. Hinzu kommen als Helfer Jugendliche aus berufsorientierten Werkstätten des gemeinnützigen Jugendhilfe-Vereins KIDS & CO. Neben der alltäglichen Arbeit im Garten werden zudem verschiedene Workshops zum Thema Umweltbildung und Naturschutz angeboten. 

Der Bürgergarten soll mit seinem integrativen und partizipativen Ansatz eine breite Bevölkerungsschicht ansprechen: Von Kindern und Schulklassen bis zu Rentnern, und das aus verschiedensten Kultur- und Bildungskreisen. Das intensive Naturerlebnis soll die sozialen Kontakte fördern. Entsprechend großen Wert legt das Projekt auch auf die Kommunikationsarbeit. Broschüren, Flyer sowie eine Internetseite samt Blog informieren über die Arbeit und  Aktionen im Garten. Über die Projektentstehung und den Projektverlauf wird zudem ein Image-Film gedreht. 

Das Projekt ist bereits stark in der Bevölkerung verankert. Die Grundlage für die Idee und die Bewerbung war eine Bürgerbefragung. Von der Umsetzung des Trend-Themas „Urban Gardening“ in einem sozialen Brennpunkt verspricht sich die Jury eine hohe Dynamik und Folgeprozesse, auch über den geförderten Projektzeitraum von zwei Jahren hinaus.

 

Übersicht der Projektpartner vor Ort:

KIDS&CO g.e.V.,

Quartiersmanagement Hellersdorf

Stadtplanungsamt, Tiefbau- und Landschaftplanungsamt, Jugendamt

Arbeitsgruppe Ökologischer Leben, Alice Salomon-Hochschule

Jugendfreizeiteinrichtung Eastend Berlin

Hella Mädchenclub

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