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Deutscher Naturschutzpreis 2013 verliehen

Förderpreise gehen an Projekte aus Berlin, Brandenburg und Schleswig-Holstein. Auenexperte Prof. Emil Dister erhält den Ehrenpreis. Online-Abstimmung kürt 20 Gewinner mit dem Bürgerpreis. |Zur Meldung >>

Bewerbungsphase 2013 beendet

Die Bewerbungsfrist für den Deutschen Naturschutzpreis ist beendet. Die Preisverleihung findet am 30. August 2013 in Bonn statt. |Zur Meldung >>

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Dr. Heidrun Heidecke

Ehrenpreis 2012 – Dr. Heidrun Heidecke

Ehemalige Landesumweltministerin wird für ihr langjähriges herausragendes persönliches Engagement für mehr Wildnis in Deutschland ausgezeichnet

Bonn, 29. Oktober 2012: Der Deutsche Naturschutzpreis 2012 wurde heute in Bonn vor zahlreichen Gästen aus Gesellschaft und Politik verliehen. Der mit 10.000 Euro dotierte Ehrenpreis ging an die Diplompädagogin und ehemalige Umweltministerin von Sachsen-Anhalt, Dr. Heidrun Heidecke. Da sie an dem Festakt nicht teilnehmen konnte, nahm stellvertretend ihr Sohn, Falko Heidecke, die Auszeichnung aus den Händen von Bundesumweltminister Peter Altmaier entgegen. Mit dem Preis würdigt die Jury unter dem Vorsitz der Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Beate Jessel, das herausragende langjährige ehrenamtliche Engagement Heideckes. Seit Jahrzehnten habe sie sich beruflich und weit darüber hinaus für den Naturschutz und die Wildnis-Idee eingesetzt und zur Akzeptanz vor Ort beigetragen.

Sie fühle sich durch die Anerkennung in ihrer Arbeit bestärkt, ließ Heidecke in einer Grußbotschaft übermitteln. Der Natur Raum für ihre eigene, dynamische Entwicklung zurückzugeben und den Menschen deren Wert zu vermitteln, sei wichtiger denn je. Der Preis ist für sie Ermutigung und Ansporn für Ihr zukünftiges Engagement für das Projekt „Goitzsche-Wildnis“.

Die Goitzsche-Wildnis ist ein herausragendes Beispiel des leidenschaftlichen und erfolgreichen Wirkens von Heidrun Heidecke. Mit visionärem Weitblick setzte sie sich dafür ein, dass 1300 Hektar wertvolle Naturschutzflächen bei Bitterfeld von der BUND-Stiftung erworben und damit gesichert werden konnten – allein finanziert über Spenden und Fördermittel. Innerhalb eines Jahrzehnts ist aus einem einstmals kargen und trostlosen Tagebaurestloch ein attraktives Naturschutz- und Naherholungsgebiet geworden.

 

Heidrun Heidecke wurde am 1. Juli 1954 in Magdeburg geboren. Nach dem Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das sie als Diplompädagogin für Biologie und Chemie abschloss, arbeitete sie als Lehrerin. Zu dieser Zeit war sie bereits in verschiedenen Umweltgruppen des Kulturbundes der DDR aktiv. 1989 gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern der Grünen Partei der DDR im Bezirk Magdeburg. Von 1990 bis 1994 war sie parlamentarische Geschäftsführerin und umweltpolitische Sprecherin der Fraktion „Bündnis 90/Die Grünen“ im Landtag von Sachsen-Anhalt. In der Wahlperiode 1994 bis 1998 war sie Ministerin für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt. Im Anschluss daran begann sie ihre ehrenamtliche Tätigkeit für den Vorstand des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Dort ist sie für die Koordination von Naturschutzprojekten zuständig, seit 2007 auch hauptamtlich. Daneben unterrichtet sie als Gastprofessorin und Dozentin an Hochschulen. 2004 promovierte sie an der Universität Gesamthochschule Kassel über Planungsprozesse in Bergbaufolgelandschaften.

 

Im Rahmen ihrer Tätigkeit für die BUND-Bundesgeschäftsstelle in Berlin setzte sich  Heidrun Heidecke unter anderem für die langfristige Sicherung von wertvollen Naturschutzflächen als Nationales Naturerbe und das BUND-Projekt „Rettungsnetz Wildkatze“ ein.

Ende des Jahres beabsichtigt Heidrun Heidecke ihre hauptamtliche Tätigkeit beim BUND zu beenden. Dann möchte sie sich ehrenamtlich wieder verstärkt um die weitere Entwicklung der „Goitzsche-Wildnis“ kümmern, die ihr besonders am Herzen liegt. In Kindercamps führt sie Stadtkinder an das Erleben der „wilden“ Natur heran. Die ehrenamtliche Arbeit sei für sie von zentraler Bedeutung, sagte Heidecke einmal in einem Interview. Trotz vieler wertvoller Erfahrungen in der Politik brauche sie immer die Rückkopplung zur Basis.

 

Der Deutsche Naturschutzpreis

Der Deutsche Naturschutzpreis wird einmal jährlich in drei Kategorien vergeben: Förderpreis, Bürgerpreis und Ehrenpreis. Förderpreis und Bürgerpreis werden jeweils im Rahmen eines zweistufigen Wettbewerbs ermittelt. Der Ehrenpreis wird als Sonderpreis für herausragendes persönliches Engagement im Naturschutz verliehen.

Ziel des Deutschen Naturschutzpreises ist es, das Naturbewusstsein in Deutschland zu stärken und das bürgerschaftliche Engagement im Naturschutz zu fördern. Bewerben können sich ehrenamtlich engagierte Einzelpersonen sowie nichtstaatliche und gemeinnützige Initiativen und Organisationen. Herausgeber sind das Bundesamt für Naturschutz und der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin. Das von Jack Wolfskin gestiftete Preisgeld von insgesamt 250.000 Euro dient der Umsetzung der Projekte. Dabei gehen 10.000 Euro an den Ehrenpreis und je 2.000 Euro an die 20 Siegerprojekte des Bürgerpreises. Für den Förderpreis steht eine Preissumme von 200.000 Euro zur Verfügung, die unter den Gewinnerprojekten aufgeteilt wird. Das maximale Preisgeld für ein Einzelprojekt beträgt hier 150.000 Euro. In allen Kategorien erfolgt eine fachliche Prüfung und Vorbewertung der Projektideen durch das Bundesamt für Naturschutz. Über die Vergabe der Förderpreise und des Ehrenpreises entscheidet eine Jury aus Experten und Prominenten. Die Bürgerpreise werden im Rahmen einer öffentlichen Online-Abstimmung auf der Internetseite des Deutschen Naturschutzpreises ermittelt.

Weitere Informationen zum Deutschen Naturschutzpreis: www.deutscher-naturschutzpreis.de.