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Förderpreis 2011 – Waldgenossenschaft Propsteierwald, Foto: Marcus Gloger

Förderpreis 2011 – Waldgenossenschaft Propsteierwald

Die Gründungsgemeinschaft Waldgenossenschaft Propsteierwald aus Eschweiler bei Aachen ist eine von drei Förderpreisträgern des Deutschen Naturschutzpreises 2011

Bonn, 17. November 2011 – Unter den Preisträgern, die heute in Bonn mit dem Deutschen Naturschutzpreis ausgezeichnet wurden, ist ein Projekt aus Eschweiler bei Aachen. Die „Gründungsgemeinschaft Waldgenossenschaft Propsteierwald“ erhielt einen der drei Förderpreise für besonders innovative und vorbildliche Projektideen.

Ziel der zu gründenden Genossenschaft ist es, das Jahrzehnte lang militärisch genutzte Waldgebiet „Propsteierwald“ am Stadtrand von Eschweiler für die Öffentlichkeit als Naherholungsgebiet zugänglich zu machen, nachhaltig zu bewirtschaften und seine wertvolle biologische Vielfalt zu erhalten. Dabei soll sich die Waldgenossenschaft durch den Verkauf von Genossenschaftsanteilen sowie durch Erträge aus der Bewirtschaftung langfristig wirtschaftlich selbst tragen.

Das Konzept kann nach Überzeugung der elfköpfigen Jury unter Vorsitz der Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz, Prof. Beate Jessel, Modellcharakter auch für andere Gemeinden und Regionen in Deutschland erlangen. Durch den genossenschaftlichen Ansatz werde nicht nur ein breites bürgerschaftliches Engagement gefördert. Auch der Ansatz, natürliche Ressourcen in Bürgerhand zu halten und naturverträglich zur regionalen Wertschöpfung beizutragen, sei neu und vielversprechend.

Neben der Einbindung einer Vielzahl von institutionellen Partnern wertete die Jury auch das Ziel einer sich wirtschaftlich selbst tragenden Genossenschaft als Erfolgsgaranten für eine erfolgreiche Umsetzung und Weiterführung des Projekts. Zu den Partnern gehören neben der Stadt Eschweiler, der Indeland Entwicklungsgesellschaft und der StädteRegion Aachen auch die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, der Landesbetrieb Wald und Holz NRW und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland.

Nach der Gründung der Waldgenossenschaft Propsteierwald sollen die Waldflächen des ehemaligen Militärgebiets Camp Astrid von der Genossenschaft aufgekauft und zu einem multifunktional genutzten Waldgebiet umgewandelt werden. Im Sinne eines Bürgerwalds soll der Wald gemeinschaftlich von der Bevölkerung aus Eschweiler und den umliegenden Gemeinden genutzt und bewirtschaftet werden. Im Projektverlauf soll auch ein Bildungskonzept entwickelt werden, um den Propsteierwald als „außerschulischen Lernort“ zu nutzen und die Verantwor-tung für Umwelt und Natur in der Bevölkerung zu stärken.

Der Propsteierwald wurde über die Jahrhunderte hinweg in Großteilen wirtschaftlich (über-) beansprucht. Nach der über 150 Jahre dauernden Nutzung als „Grubenholzwald“ des Eschweiler Bergwerksvereins schloss sich fast nahtlos die militärische Nutzung durch die belgischen Streitkräfte an. Nach Abzug des Militärs 1995 fiel das Areal brach. Ein Zugang für die Öffentlichkeit wird auch aufgrund der einsturzgefährdeten Gebäude durch eine Zaunanlage unterbunden.

Mit seiner langjährigen Abschottung entwickelte sich im Propsteierwald ein Lebensraum für viele geschützte Arten wie den Mittelspecht, das Große Mausohr und das Übersehene Knabenkraut. Die Lebensräume sind bereits im Rahmen einer Biotoptypenkartierung erfasst und bewertet worden. Passende Maßnahmen zur Sicherung dieser Lebensräume können daraus abgeleitet und sollen durch die Waldgenossenschaft gemeinsam mit den Partnern sukzessive umgesetzt werden.

Die von Bürgern der Stadt Eschweiler entwickelte Projektidee der Waldgenossenschaft soll zeitnah umgesetzt werden. Das Preisgeld von 35.000 Euro wird dabei für die Gründung der Genossenschaft verwendet. Mit Beginn der genossenschaftlichen Aktivität soll sich das Projekt dann durch die finanzielle Beteiligung der Genossenschafter, Erträge aus nachhaltiger Forstbewirtschaftung sowie durch öffentliche Förderung für waldbauliche Maßnahmen und Natur-schutzprojekte eigenständig tragen.

Der Deutsche Naturschutzpreis
Der Deutsche Naturschutzpreis wird als Förderpreis einmal jährlich im Rahmen eines zweistufigen Wettbewerbs vergeben. Herausgeber sind das Bundesamt für Naturschutz und der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin. Der Preis fördert Naturbewusstsein und bürgerschaftliches Engagement im Naturschutz. Ausgezeichnet werden originelle, zukunftsweisende und vorbildliche Projektideen zum Naturschutz, zur Naturbildung und zum Naturerlebnen. Bewerben können sich ehrenamtlich engagierte Einzelpersonen sowie nichtstaatliche und gemeinnützige Organisationen. Das von Jack Wolfskin gestiftete Preisgeld von insgesamt 250.000 Euro dient der Umsetzung der Projekte und wird auf die Preisträger aufgeteilt. 2011 stand der Preis unter dem Motto „Zukunft Wald – schützen, erleben, nutzen“. Neben dem Förderpreis für originelle Projektideen wird ein Ehrenpreis für herausragendes persönliches Engagement im Naturschutz verliehen. Er ist mit 10.000 Euro dotiert, die ebenfalls aus der Stiftungssumme stammen. Die Entscheidung über die Vergabe trifft die Jury des Deutschen Naturschutzpreises. Weitere Informationen zum Deutschen Naturschutzpreis: www.deutscher-naturschutzpreis.de.


Ansprechpartner für die Presse:     

Bundesamt für Naturschutz
Franz August Emde
Referatsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Konstantinstr. 110, 53179 Bonn
Tel: 0228 8491-4444, Fax: -1039
E-Mail: Presse@BfN.de

Jack Wolfskin Ausrüstung für Draussen GmbH & Co. KGaA
Thomas Zimmerling
Pressesprecher
Jack Wolfskin Kreisel 1
65510 Idstein/ Ts.
Tel: 06126 954-301, Fax: -444301
E-Mail: Thomas_Zimmerling@jack-wolfskin.com

Gründungsgemeinschaft Waldgenossenschaft Propsteierwald
c/o Eberhard Büttgen
Grünewaldstraße 25, D-52249 Eschweiler
Fon: (+49)2403 507767, Fax: (+49)2403 507769, Mobil: 0157 766 77721
E-Mail: genossenschaft@propsteierwald.de
Web: www.propsteierwald.de

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