Preisträger-Videos 2013 online

Die Filme der Förderpreisträger-Projekte „Ungehindert engagiert“, „Tauchen für den Naturschutz“ und „Trave-Kids auf Flusssafari“ sind fertig! |Zur Meldung >>

Deutscher Naturschutzpreis 2013 verliehen

Förderpreise gehen an Projekte aus Berlin, Brandenburg und Schleswig-Holstein. Auenexperte Prof. Emil Dister erhält den Ehrenpreis. Online-Abstimmung kürt 20 Gewinner mit dem Bürgerpreis. |Zur Meldung >>

Bewerbungsphase 2013 beendet

Die Bewerbungsfrist für den Deutschen Naturschutzpreis ist beendet. Die Preisverleihung findet am 30. August 2013 in Bonn statt. |Zur Meldung >>

Bürgerpreis 2013 - So haben Sie entschieden: zu den Ergebnissen
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Ehrenpreisträger Prof. Emil Dister in Portraitansicht

Prof. Dr. Emil Dister, Foto: Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Emil Dister erhält den Ehrenpreis des Deutschen Naturschutzpreises 2013

Prof. Dr. Emil Dister wird für sein langjähriges Engagement für den Schutz und die Renaturierung von Flussauen in Deutschland ausgezeichnet

Bonn, 30. August 2013: Prof. Emil Dister wurde heute in Bonn der mit 10.000 Euro dotierte Ehrenpreis des Deutschen Naturschutzes 2013 verliehen. Der Leiter des WWF-Aueninstitutes am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) nahm die Auszeichnung aus den Händen von Gertrud Sahler, Abteilungsleiterin Naturschutz und nachhaltige Naturnutzung im Bundesumweltministerium, entgegen. Mit dem Preis würdigt die Jury des Deutschen Naturschutzpreises unter dem Vorsitz der Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Beate Jessel, die herausragende Arbeit Disters: Seit Jahrzehnten setze er sich beharrlich und mit großem Sachverstand für den Erhalt und die Renaturierung von Flussauen und damit für einen ökologisch angepassten Hochwasserschutz ein. Das Motto des Deutschen Naturschutzpreises 2013 lautete „Lebensraum Wasser – Vielfalt entdecken, erleben, erhalten“.

Die Hochwasserkatastrophen in diesem Jahr hätten erneut gezeigt, wie dringend nötig intakte Flussauen für die Natur wie für den Menschen seien, sagte Emil Dister in einer kurzen Dankesrede. Er mahnte an, in Zukunft weitaus mehr Geld in die Renaturierung von Flüssen und Auen zu investieren.

Seit Jahren erforscht Dister nicht nur, wie intakte Auen-Ökosysteme funktionieren. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auch auf der praktischen Anwendbarkeit solcher Erkenntnisse für den Hochwasserschutz. Dabei geht es darum, den Flüssen durch die Rückverlegung von Deichen und die Einrichtung von Fließpoldern wieder mehr Raum zu geben, um Hochwasserspitzen zu reduzieren und Auen-Biotope auszuweiten. Auf dieser Philosophie fußt beispielsweise das sogenannte Integrierte Rheinprogramm, mit dem Baden-Württemberg seit 1988 Hochwasser- und Auenschutzmaßnahmen gleichrangig realisiert.

Emil Dister wurde 1949 in Herrnsheim bei Worms geboren. Nach dem Studium von Biologie und Geographie an den Universitäten Mainz und Göttingen promovierte er 1980 zum Thema Auenökologie. Seit 1985 leitet er das WWF-Aueninstitut in Rastatt, das seit 2010 eine Abteilung des KIT-Instituts für Geographie und Geoökologie ist. 2008 erhielt Dister das Bundesverdienstkreuz am Bande.