Zurück zur Website des Deutschen Naturschutzpreises
Zurück zur Startseite
Renaturierung Ammerbach – Gut für Ökologie und Mensch

92224 Amberg

Renaturierung Ammerbach – Gut für Ökologie und Mensch

Der Ammerbach ist durch die Nutzung von ehemaligen Mühlen in Triebwerkskanälen eingeengt und begradigt. Renaturierungsmaßnahmen sollen zur ökologischen Verbesserung, zu mehr Arten- und Hochwasserschutz und zur Erweiterung des Naherholungsgebiets beitragen. Die Arbeitsgemeinschaft VilsAllianz Oberpfalz steht hinter dem Projekt. Mittel für Planungsunterlagen und Öffentlichkeitsarbeit fehlen noch.

Der Ammerbach befindet sich in einem landschaftlich reizvollem Karsttal und ist ein bedeutender Nebenfluss der Vils. Das Tal des Ammerbaches stellt das Naherholungsgebiet für die Einwohner der Stadt Amberg dar. Leider ist der Ammerbach selber durch die Nutzung von ehemaligen Mühlen in weiten Teilen in Triebwerkskanälen eingeengt und begradigt. Verbunden damit ist die ökologische Wertigkeit sehr stark eingeschränkt und stellt innerhalb der reizvollen Kulturlandschaft und des Naherholungsgebietes ein unangenehmes Erscheinungsbild dar. Da sich die Mühlen seit Jahrzehnten nicht mehr in Betrieb befinden, besteht die Möglichkeit den Ammerbach zu renaturieren. Die europäische Wasserrahmenrichtlinie schreibt den guten ökologischen Zustand der Fließgewässer vor. Mit der Renaturierung kann sowohl die Forderung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie erfüllt und damit der Ammerbach erheblich ökologisch verbessert werden, als auch das Naherholungsgebiet für die Bürger der Stadt Amberg deutlich aufgewertet werden.

Was macht das Projekt besonders preiswürdig?

Das Projekt wurde entwickelt aus der interdisziplinären Zusammenarbeit von verschiedenen Naturschutzverbänden, die jeweils ihr fachspezifisches Wissen einbringen. Das Projekt vereinigt eine Vielzahl von Gemeinwohlfunktionen auf ein Projekt: Ökologische Verbesserung, Artenschutz, Hochwasserschutz und Naherholungsfunktion der Bürger der Stadt Amberg und Umgebung. Darüber hinaus erfüllt das Projekt die Forderungen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

Wofür wird das Preisgeld verwendet?

Für die Umsetzung des Projektes ist es notwendig an vielen Terminen bei Behörden und Grundstückseigentümern teilzunehmen. Weiter sind Planungsunterlagen, Skizzen und Kopien zu erstellen. Um den ökologischen Wert von Fließgewässern zu vermitteln, werden Führungen für Schulen durchgeführt. Zur Einbindung der Bevölkerung sollten Flyer entworfen und gedruckt werden. Leider können alle diese Maßnahmen nur in begrenztem Umfang durchgeführt werden und werden mit dem privatem Geld der Mitstreiter finanziert. Von dem Geld soll ein Flyer erstellt und gedruckt werden. Die Umweltbildung zum Thema Fließgewässer verstärkt angeboten werden und zumindest die Unkosten für Kopien und Fahrtkosten für die ehrenamtlichen Mitarbeiter bezahlt werden.

Eingereicht von

Michael Scharl

Verein, Organisation, Initiative

Die Arbeitsgemeinschaft Vils-Allianz Oberpfalz ist ein Zusammenschluss von Naturschutzverbänden, Fischereivereinen, Deutscher Alpenverein und Kanuten um die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie im Landkreis Amberg-Sulzbach voran zu bringen. Dies betrifft die Vils als dem dominierenden Gewässer, aber auch sämtlicher Nebenflüsse im Landkreis wie etwa dem Ammerbach. Dazu werden Gespräche mit dem zuständigem Wasserwirtschaftsamt, den betroffenen Kommunen und den Grundstücksbesitzern gesucht und Maßnahmenvorschläge unterbreitet, die zu ökologischen Verbesserungen führen.

Beteiligte Organisationen

- Landesbund für Vogelschutz (LBV)
- verschiedene Fischereivereine, darunter der Fischereiverein Amberg (FVA)
- Bund Naturschutz (BN)
- deutscher Alpenverein Sektion Amberg (DAV)
- Kanufreunde Amberg-Sulzbach
- Arbeitsgemeinschaft obere Vils-Ehenbach (AOVE)
- mehrere Privatpersonen

Pate

Mathias Rosenmüller,

Leiter Wasserwirtschaftsamt Weiden

zurück zur Übersicht