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„Fremde nasse Welt“ – FÖJler und Grundschüler erforschen Wassertiere gemeinsam

33659 Bielefeld

„Fremde nasse Welt“ – FÖJler und Grundschüler erforschen Wassertiere gemeinsam

Die Biologische Station Gütersloh/Bielefeld e. V. ist Träger des langfristig angelegten Projekts „Geheimnisvolle Wasserwelten“. Grundschüler erforschen dabei unter Anleitung von Absolventen eines freiwilligen ökologischen Jahrs (FÖJ) den Lebenszyklus von Wassertieren in einem naturnahen Teich. Das Preisgeld soll für die Erneuerung der Teichumrandung, Lupen und USB-Mikroskop-Kameras eingesetzt werden.

Das Ziel des Projektes besteht darin, Schülern von OGS-Fördergruppen, die wöchentlich zur Biostation Gütersloh / Bielefeld e.V. kommen, die faszinierende Wasserwelt im Jahreslauf näher zu bringen. Teiche und Bäche sind unter anderem die Kinderstube für viele Insekten, die als erwachsene Tiere den Luftraum erobern. Aber wie verläuft ihre Kindheit? Werden sie von den Eltern versorgt? Wie schnell wachsen sie? Was fressen sie? Wie atmen sie? Welche Überlebensstrategien verfolgen sie? Wie sieht ihr Leben aus, wenn sie erwachsen sind? Welche Tiere bleiben ihr Leben lang im Wasser? Um diese Fragen beantworten zu können, wird die Wasserfauna in einem naturnahen Teich von jeder Gruppe einmal im Monat genauer untersucht. Gibt es Veränderungen im Artenspektrum? Haben sich das Aussehen und die Größe der Tiere verändert? Ausgewählte Tiere werden in naturnah ausgestattete Aquarien gesetzt und mit hochwertigen Lupen und USB-Mikroskop-Kamera genauer untersucht. Wenn Fragen nicht durch Beobachtung beantwortet werden können, wird gemeinsam in Büchern und im Internet recherchiert.

Bei Schulklassen ist das Thema „Geheimnisvolle Wasserwelten“ besonders beliebt. Ein maximal 3-stündiges Programm an einem Vormittag ist jedoch nur eine Stippvisite in die Welt der Wassertiere. In dem neuen längerfristig angelegten Projekt wird kleineren Schülergruppen der umliegenden Grundschulen die „Wasserwelt“ von März bis November erschlossen. Hauptbeteiligte sind dabei auch ältere Ex-Schüler, die an der Biostation ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolvieren. Sie werden unter fachlicher Anleitung die einzelnen Aktionen planen, gestalten und durchführen.

Durch die längerfristige Erforschung des Lebensraumes Wasser werden die Schüler einen tieferen Einblick in unterschiedliche Lebenszyklen von Tieren erhalten und ökologische Zusammenhänge begreifen. Sie werden die Bedeutung von naturnahen, sauberen Gewässern für unsere Umwelt erkennen und sich für ihren Schutz einsetzen.

Was macht das Projekt besonders preiswürdig?

Bei diesem Projekt geht es um die Vermittlung eines tieferen Verständnisses für die Lebensweise von Wassertieren. Junge Erwachsene (FÖJs) und Grundschüler lernen gemeinsam. Die Schüler stellen ihre Forschungen an einem „Praxisnachmittag“ ihren Eltern, OGS-Betreuern und der Presse vor. Wir sind überzeugt, dass das Projekt ein großer Erfolg wird und in den kommenden Jahren weiter geführt wird. Faszinierte und sensibilisierte Schüler werden für sich für den Gewässer- und Naturschutz stark machen.

Wofür wird das Preisgeld verwendet?

Durch die Trittbelastung beim Keschern hat die Umrandung des naturnahen Teiches aus halbierten Eichenpfählen stark gelitten und muss erneuert werden. Wir brauchen gute Lupen, eine leistungsstarke USB-Mikroskop-Kamera und Aquarien inkl. Ausstattung.

Eingereicht von

Gritli Noack-Füller

Verein, Organisation, Initiative

Die Biologische Station Gütersloh / Bielefeld e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Hauptaufgabe die Betreuung von Naturschutzgebieten ist. Seit über 10 Jahren werden auch naturpädagogische Veranstaltungen für Kindergartengruppen, Schulklassen und Familien konzipert und durchgeführt.

Beteiligte Organisationen

FÖJ-Zentralstelle, Münster (Dirk Schneider)
Buschkampschule, Bahnhofschule, Grundschule Windflöte (alle Bielefeld-Senne)
DRK Bielefeld (Träger der Offenen Ganztagsgrundschule in BI-Senne)
Ulli Haufe (Kameramann für Unterwasseraufnahmen)

Pate

Arnt Becker,

Umweltamt Bielefeld, Abteilungsleiter: Landschaft, Gewässer, Naturschutz

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